Autoverkauf privat: In vier Schritten den Pkw loswerden

Leider sind die Ankaufpreise der Autohändler nicht die besten. Wer beim Verkauf seines alten Pkws einen möglichst hohen Erlös einstreichen möchte, sollte sich auf die Suche nach privaten Kaufinteressenten begeben. Allerdings sind viele Menschen hiermit unerfahren, sodass Fehler drohen. Die richtige Vorgehensweise ist deshalb entscheidend.

Vorbereitung des Autoverkaufs

Bevor das Auto am Markt angeboten wird, bedarf es einiger Vorbereitungen. Den Anfang macht di Wertermittlung. Sie ist wichtig, denn jeder Autoverkäufer sollte genau wissen, was sein Pkw überhaupt wert ist. Schließlich möchte niemand unter Wert verkaufen.

Die eigentliche Ermittlung des Fahrzeugwerts lässt sich auf unterschiedlichem Wege angehen. Autobörsen im Web leisten z.B. eine gute Orientierungshilfe hier empfiehlt sich eine Autobewertung wie es bei autobewertung-oesterreich.at möglich ist. Wer es genau wissen möchte, entscheidet sich hingegen für die Erstellung eines Gutachtens.

Eine weitere Maßnahme ist die Überprüfung des technischen Zustands. Mängel werden von Käufern in Form von Abschlägen auf den Preis bestraft. Umso sinnvoller ist es, das Auto zuvor nochmals durch checken zu lassen. Sollte die nächste Hauptuntersuchung bald anstehen, zieht man sie am besten vor, um sich so eine neue HU-Plakette zu besorgen.

Abschließend folgt die Aufbereitung. Sowohl von außen als auch von innen sollte das Fahrzeug sehr gepflegt erscheinen. Eine professionelle Aufbereitung lohnt sich: Oft lässt sich der Fahrzeugwert um mehrere hundert Euro steigern.

Pkw inserieren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um das Auto am Markt anzubieten. Am einfachsten ist es jedoch, Altfahrzeuge online zu inserieren. Der hiermit verbundene Aufwand ist gering und zugleich lassen sich damit hunderte potenzieller Käufer ansprechen.

Damit das Fahrzeug ein angemessenes Interesse weckt, gelten gute Fotos als Pflicht. Es lohnt sich, bei gutem Wetter mit dem Auto an einen schönen Ort zu fahren und dann mehrere Fotos zu machen. Außerdem ist es ratsam, eine solide Beschreibung zu erstellen, die möglichst alle Fragen schon im Vorfeld beantwortet.

Aufgepasst bei der Angabe der Telefonnummer. Schon so manches Fahrzeuginserat hat eine regelrechte Lawine an Anrufen verursacht. Daher ist es meist sinnvoll, eine Handynummer anzugeben.

Anbieten und Verhandeln

Oft melden sich viele Interessenten – doch längst nicht an jeden möchte man verkaufen. Deshalb ist es sinnvoll, die Personen zumindest grob einzuschätzen. Wer z.B. anzweifelt, dass der Kaufinteressent den Pkw bezahlen kann, sollte sich schon früh dahingehend erkundigen, wie er bezahlen möchte.

Fast jeder Interessent möchte vor dem Kauf eine Probefahrt machen. Hierbei ist es wichtig, sich selbst abzusichern. Es ist unbedingt zu prüfen, ob die andere Person über eine gültige Fahrerlaubnis verfügt. Es gilt die Regel: Ohne Führerschein keine Probefahrt.

Sofern nach der Testfahrt immer noch Interesse besteht, folgt die Kaufverhandlung. Wie man hierbei auftreten kann, hängt stark von der Nachfrage ab. Je geringer das Interesse potenzieller Käufer ist, desto eher muss nachgegeben werden. Wer sich mit dem Verhandeln schwer tut, setzt den Kaufpreis am besten ein paar hundert Euro höher an, um später einen Preisnachlass gewähren zu können. Übrigens kann ein Wertgutachten dabei helfen, die eigene Preisvorstellung leichter durchzusetzen.

Abwicklung des Autoverkaufs

Sollte der Interessent immer noch kaufen wollen, ist es an der Zeit, den Vertrag aufzusetzen. Gerade hiermit tun sich private Autoverkäufer oft schwer. Allerdings ist dieser Schritt ganz wichtig. Wer seinen Autoverkauf per Handschlag besiegelt – was durchaus zulässig ist – geht damit unnötige Risiken ein. Der Käufer könnte später diverse Ansprüche geltend machen. Besser ist es daher, das Rechtsgeschäft schriftlich zu fixieren und z.B. einen Gewährleistungsanspruch auszuschließen.

Dies bedeutet übrigens nicht, einen Kaufvertrag selbst aufsetzen zu müssen. Besser ist es, einen Autokaufvertrag aus dem Internet herunterzuladen. Inzwischen gibt es mehrere Anbieter, die mit sehr guten Vorlagen aufwarten und so die gesamte Angelegenheit stark vereinfachen. Natürlich sollte die Vertragsvorlage aus zuverlässiger Hand stammen und außerdem aktuell sein.

Zudem ist es erforderlich, die weiteren Dokumente zusammenzustellen. Viele Autobesitzer meinen, es würde vollkommen genügen, Zulassungsbescheinigung I und II zu überreichen. Das genügt jedoch nicht, zumindest wenn die Hauptuntersuchung nicht unmittelbar ansteht. Dann sollten diese Dokumente nicht fehlen, weil der Käufer sonst trotzdem zum TÜV fahren muss.

Ein ebenfalls wichtiges Thema ist die Überführung. Theoretisch ist es möglich, dass der Käufer mit dem zugelassenen Fahrzeug losfährt und es dann selbst ummeldet. Allerdings könnte er auch davon absehen. Das Problem des alten Besitzers besteht darin, dass er den Pkw ohne Papiere nicht mehr selbst abmelden kann – ohne Zulassungsbescheinigung ist es nicht möglich. Deshalb ist es umso sinnvoller, eine entsprechende Regelung im Kaufvertrag zu treffen. Der Käufer soll sich dazu verpflichten, dass er den Pkw schnellstmöglich bzw. innerhalb einer festgelegten Frist ummeldet.

Alternativ ist es möglich, das Auto vorher abzumelden. Allerdings ist es dann schwieriger, Probefahrten zu machen. Im Grunde bleibt dann die gesamte Arbeit am Käufer hängen. Er muss sich rechtzeitig um ein Kurzzeitkennzeichen kümmern. Im Grunde ist das kein Problem, allerdings bereitet es zusätzliche Arbeit und Kosten. Da könnte es natürlich sein, dass er sich stattdessen für den Kauf eines Pkws entscheidet, der noch angemeldet ist.