Dieb stiehlt Schrottauto und bringt es dann zurück

Ein Blick auf die am häufigsten gestohlenen Pkws zeigt, dass bei Dieben vor allem luxuriöse Fahrzeuge im Trend stehen. Insbesondere SUV Fahrzeuge werden seit Jahren überdurchschnittlich oft gestohlen. Wer z.B. einen BMW X5 oder Porsche Cayenne der neuesten Generation fährt, sollte vorsichtig sein.

Dass ausgerechnet diese Autos so oft gestohlen werden, überrascht nicht. Schließlich gelten sie als gefragt und werden gleichzeitig zu hohen Gebrauchtwagenpreisen gehandelt. So gesehen machen es sich die Kriminellen leicht – sie stehlen eben die Fahrzeuge, die sie am besten in bare Münze umwandeln können.

Nahezu wertloses Auto aus der Werkstatt gestohlen

Angesichts dieses Hintergrunds hätte der Besitzer eines 18 Jahre alten Nissan Micra wohl kaum gedacht, dass sein Pkw noch gestohlen werden könnte. Immerhin befand sich der Pkw nicht einmal in einem guten Zustand. Im Gegenteil: Der Autofahrer brachte seinen alten Begleiter in eine Kfz-Werkstatt, um dort notwendige Reparaturen vorzunehmen.

Trotzdem kam es zum Diebstahl. Das besagte Fahrzeug stand vor wenigen Wochen in einer Bochumer Werkstatt, aus der es entwendet wurde. Hierzu ist anzumerken, dass sich das Auto wirklich nicht im besten Zustand befand. Die Innenverkleidung war aufgrund der Reparatur ausgebaut und das Fenster auf der Seite des Beifahrers fehlte ebenfalls.

Umso mehr staunten sowohl die Mechaniker der Werkstatt als auch der Autobesitzer, als der Pkw am nächsten Tag fehlt. Sie konnten sich den Diebstahl nicht erklären, schließlich war das Auto so gut wie nichts wert.

Dieb bringt das Fahrzeug zurück

Es kommt aber noch besser, denn nur wenige Tage später brachte der Dieb das gestohlene Schrottauto doch tatsächlich wieder zur Werkstatt zurück. Er hielt es nicht einmal für notwendig, das Auto unerkannt abzustellen. Stattdessen überreichte er es persönlich. Die Mitarbeiter der Werkstatt waren jedoch vorsichtig und riefen nicht gleich die Polizei. Der Autodieb hinterließ aber einen Zettel, auf dem sich angeblich sein Name mitsamt Anschrift befand.

Der Autobesitzer informierte die Polizei, die an der angegebenen Adresse vorbeischaute und dort tatsächlich auf den Autodieb traf. Der Dieb wurde vernommen und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Wie es nun weitergeht, ist bisher nicht bekannt.

Eine große Ausnahme

Autodiebstähle, die so oder ähnlich ablaufen, sind eine ganz große Ausnahme. Wie einleitend schon angedeutet wurde, schlagen professionelle Autodiebe vorrangig bei wertvollen Pkws zu. Zugleich wird die Beute fast immer schnell außer Landes gebracht. Besonders in Richtung Osteuropa werden viele gestohlene Autos verfrachtet. Dort werden sie dann meist modifiziert und mit gefälschten Papieren wieder verkauft. Einige Autos werden aber auch nur ausgeschlachtet, weil ihre Ersatzteile ebenfalls gutes Geld am Markt bringen. Somit ist die Chance, dass ein gestohlenes Fahrzeug wieder auftaucht, äußerst gering.

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